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A walk in the Park(a)

„A walk in the park, a step in the dark“ heißt es so schön bei der Nick Straker Band (ein Lied was für mich zu jeder guten Party gehört), aber Gott sei Dank musste ich am Sonntag nicht im Dunkeln mit Kind und Kegel durch die Natur, sondern bei schönstem Sonnenschein und einem strahlendblauen Himmel.

Der Winter meint es bisher gut mit uns, also hier bei uns im Pott kein Schnee, Eis und Kälte. Ich finde das großartig, weil ich deswegen meinen grau-blauen Parka von Asos ständig und andauernd tragen kann.

Entdeckt hatte ich das gute Stück auf dem Blog Laviedeboite bzw auf dem Instagram Account zum Blog und war sofort hin und weg von dem Wasserfallschnitt und dem lässigen Aussehen. Eigentlich bin ich überhaupt gar kein Parka-Fan. Ich finde das Grün der Standardmodelle nicht so toll und außerdem trägt im Moment wirklich jeder so eine Jacke und so habe ich mich ein bisschen an dem Stil satt gesehen. Aber an diesem Modell kam ich nicht vorbei, zumal ich mir einbilde, dass der auch ganz anders ist, schließlich ist er blau, was viel besser zu meiner Garderobe passt.

Ich hatte Glück, der verlinkte Parka war im Sale, ok nur noch in Größe M, ich glaube S wäre wegen des Oversize Schnitt und der enormen Länge ausreichend gewesen, aber ich wollte ihn unbedingt haben. Wir Frauen haben ja dieses wunderbare Talent uns notfalls in Klamotten reinquatschen zu können und von diesem Talent habe ich reichlich gebraucht gemacht, als der Parka nach einer gefühlten Ewigkeit völlig zerknittert bei mir ankam. Mir ist es völlig schleierhaft, wie die Versandabteilung von Asos so ein riesiges Kleidungsstück auf Postkartengröße falten kann, um es zu versenden. Ich hätte das gute Stück niemals mehr in die Versandtasche bekommen, hätte ich ihn denn zurückschicken wollen. Wollte ich aber nicht, denn auch wenn er mir wirklich etwas zu weit ist, ich musste den Parka unbedingt behalten und habe mit den verschiedenen Zugbändern so lange daran herumjustiert, bis ich halbwegs zufrieden war.

Wasserfall, diagonale Reißverschlüsse an Jacken und Überlänge sind für kleine Frauen und große Oberweiten eher suboptimal bis unvorteilhaft, aber das ist mir bei dieser Jacke ausnahmsweise total Schnuppe und zur Not nehme ich halt einen Schal und überdecke zumindest die breite langweilige Fläche auf meinem Brustkorb, wenn der Parka komplett geschlossen ist. Am liebsten trage ich ihn aber offen, oder nur mit geschlossenen Reißverschluss. Wenn ich die Knöpfe am Kragen nicht schließe, dann fallen die Aufschläge noch locker und lassen meinen Oberkörper nicht so massig aussehen.

Petrus scheint meinen Parka auch zu lieben, denn bei der Anprobe Ende Oktober war ich noch der Meinung, dass ich das ungefütterte Baumwollstück besser gleich zu den leichten Sommerjacken in den Schrank hänge, aber bis heute habe ich ihn, zu meiner großen Freude, wegen des milden Wetters verdammt oft tragen können. Weil er mir ja eigentlich ein bisschen zu weit ist, trage ich an kühleren Tagen einen zweiten Pulli darunter oder auch mal einen Cardigan. Wasserdicht ist er auch bei kurzen Touren im leichten Regen, was will Frau mehr.

Ach ja, Taschen! Wir Frauen wollen immer Taschen! Und davon hat der Parka mehr als genug. Vorne drauf sind es schonmal zwei eindrucksvoll Große, in die ich mehr als nur einen Schlüssel und mein Handy bekomme. Ich habe es getestet, der gesamte Inhalt meiner Handtasche passt sogar rein, allerdings sehe ich dann etwas seltsam aufgepolstert aus. Dazu kommt noch pro Seite jeweils eine diagonal verlaufende Brusttasche, die locker ein Paket Taschentücher aufnehmen kann oder ein kleineres Handy. Mein Nexus5 passt bequem rein. Diese textile Schönheit ist also auch ein Raumwunder.

Ich habe ihn von lässig, wie auf den Fotos, über sportlich mit Sneakern und 7/8 Jeans bis hin zu elegant mit schwarzer Hose und Ankels mit Stiletto Absatz getragen. Vielseitig ist der Parka also auch.

Und Spaß macht er auch, weil ich die absolute Bewegungsfreiheit darin habe und seine lässige Art zum Herumalbern und Quatsch machen animiert. Im Trenchcoat würde ich ja nie auf dumme Ideen kommen …

Gerne hätte ich Euch meine liebste Jacke für den Herbst/Winter/Frühling und bestimmt auch Sommer bei Asos zum Nachkaufen verlinkt, musste aber gerade beim Heraussuchen im Shop feststellen, dass er in beiden Farben und Passformen (es gab ihn in blau und grün, sowie normaler als auch Plus Size Passform) ausverkauft. Ich hoffe aber, dass er zum Frühling nochmal neu aufgelegt wird. Sollte das der Fall sein, dann werde ich natürlich die entsprechende Verlinkung noch nachträglich einfügen.

Ich habe auf jeden Fall schon überlegt, ob ich evtl in meine neue Lieblingsjacke einziehe, groß genug wäre sie ja und ausziehen tue ich sie auch so gut wie nie, selbst heute nicht bei nur 2 Grad Celcius und Regen. Da habe ich einfach meinen weiß/blauen Blanket Schal von Zara wie ein altmodisches Dreieckstuch a la „Meine kleine Farm“ darunter getragen und hatte einen kuschelig warmen Rücken und Hals. Mann muss sich nur zu helfen wissen.

Ich hoffe, Ihr habt auch so eine tolle Lieblingsjacke und wünsche Euch noch viel Freude und viel Zeit damit.

P.S.: Die Fotolokation heißt Windecke und hier ist der Name leider immer Programm, also verzeiht die kreative Sturmfrisur. In Wirklichkeit sehe ich sooo viel besser aus 😉 Und dann möchte ich auf jeden Fall meiner Lieblingsfotografin für ihre Mühe danken – meiner Tochter Fenja.

Über den Autor

Wiebke

Wiebke

Geboren 1977 und beschenkt mit 150cm quirliger Lebensgröße.
Lebensumarmerin, Pferdestehlerin, Situationskomikerin, Genießerin und Grüblerin.
Irgendwas zwischen modebegeistert und modekritisch, Schuhrudelführerin und Stilsammlerin.
Mama und Hundefrauchen.
Klein aber fein und trotzdem KEIN PÜPPCHEN!

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