Barbara – Kein normales Frauenmagazin

Endlich ist es soweit, Barbara Schönebergers Erstausgabe von „Barbara“ ist käuflich zu erwerben. Als Fan dieser sympathischen Blondine ist der Kauf dieses Magazins quasi ein Muss für mich gewesen.

So schnell war ich noch nie daheim und die eingekauften Lebensmittel in den Schränken verstaut, ein Café au Lait gekocht und die Lesebrille geputzt. Ich habe das Aufschlagen und Stöbern in der Zeitschrift regelrecht zelebriert und jedes Wort genüsslich und grinsend gelesen.

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Dass die Stylistin auch Wiebke heißt, ist ein sehr schöner und amüsanter Zufall

Wer bei „Barbara“ Barbara Schöneberger erwartet, der wird nicht enttäuscht.

Ich habe schon bei den ersten Worten im Editorial so gelacht:
„Sie können mich sogar auf Ihren Küchentisch legen. Wer kann das schon von sich behaupten?“ (Zitat Barbara Schöneberger – Barbara)

Und genau diesen Humor findet die Leserin auf jeder Seite. Auch wenn Frau Schöneberger nicht jeden Artikel selber schreibt, so trifft das Team um sie herum aber ganz genau ihren Stil. Ich hatte ihre Stimme beim Lesen die ganze Zeit im Kopf.

Inhaltlich unterscheidet sich „Barbara“ auf den ersten Blick nicht von anderen Zeitschriften wie Brigitte oder Freundin, auf den zweiten Blick wurde mir aber klar, dass es Unterschiede gibt und das diese klein, aber dafür sehr fein sind.

Zum Beispiel die üblichen „Das  ist neu in den Läden“ oder „Einrichtungs Must Haves“ Produkte. Die fehlen auch in diesem Magazin nicht, sind aber viel viel lustiger beschrieben.

 

IMG_20151029_113834In der Erstausgabe gibt es ein Interview mit Sarah Connor und einen sehr bewegenden Artikel über Menschen, die eine wichtige und geliebte Person im Leben verloren haben. Ein Beitrag zum Thema Gelassenheit und eine urkomische Fotostrecke von Junggesellinnenabschieden in England. Natürlich gibt es auch die Themenbereiche Beauty, Reise und Home. Es gibt Rezepte, die sich aber mal nicht um das zählen von Kalorien drehen und die sich einfach nur lecker lesen.

 

IMG_20151029_113630Mode ist natürlich auch nicht aus so einer Zeitschrift zu denken, aber mit einer Fotostrecke die ein Modell zeigt, bei dem ich keinen spontanen Milcheinschuß bekomme oder zum Telefon stürze, um „Brot für die Welt“ an
zurufen. Kellie Gerardi ist für ein Modell mit 26 Jahren schon ganz schön in die Jahre gekommen und hat eine ganz normale Figur mit Kurven und allem was Frau so ausmacht. Ich finde das großartig, auch wenn mir und meiner Geldbörse die gezeigten Klamotten nicht ganz so zusagen, aber darum geht es bei solchen Bildern ja auch seltener. Insgesamt sehr sehenswert.

Richtig kreativ fand ich den Snackcheck: Hier geht es nämlich nicht nur um die Inhaltsstoffe unserer geliebten Fernsehknabbereien, nein auch Soundintensität, Krümelfaktor und die passende Serie werden beleuchtet. Herrlich!

 

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Was Frau ganz bestimmt nicht in „Barbara“ findet sind Diättipps, „Fühl Dich wohl in Deiner Haut, aber nimm ab“-Artikel oder irgendwelche Workouts, die mich in 3 Tagen ca 10cm Hüftumfang verlieren lassen.

„Barbara“ ist endlich eine Zeitschrift von einer Frau für Frauen. Echten Frauen, die schon länger auf der Suche nach einem Magazin sind, das optisch nicht von Teens dominiert ist und dass mir nicht pseudopsychologische Ratschläge erteilt. Bitte versteht mich nicht falsch, Zeitschriften wie die Glamour und Co haben natürlich auch ihre Berechtigung, sind aber für mich mit 38 Lebensjahren auf dem Buckel nur noch halb so lesenswert.

Ich habe diese Erstausgabe voller Vergnügen zu lesen begonnen und werde garantiert auch im Dezember die 3,80€ in Ausgabe Nummer 2 investieren und mir beim Schmökern dann ein zwei Weihnachtsplätzchen zur heißen Schokolade gönnen und das ganz ohne Gewissensbisse, weil ich von Diäten und Magerwahnsinnigen verschont bleibe.

 

About the author

Wiebke

Wiebke

Geboren 1977 und beschenkt mit 150cm quirliger Lebensgröße.
Lebensumarmerin, Pferdestehlerin, Situationskomikerin, Genießerin und Grüblerin.
Irgendwas zwischen modebegeistert und modekritisch, Schuhrudelführerin und Stilsammlerin.
Mama und Hundefrauchen.
Klein aber fein und trotzdem KEIN PÜPPCHEN!

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